Unser Präventionsangebot

Wenn es um das erste Budget geht, haben Jugendliche und junge Erwachsene viele Fragen: Wie teuer darf eine Wohnung sein? Ist eine Privathaftpflichtversicherung wichtig? Welche Franchise soll bei der Krankenkasse gewählt werden?

Mit www.firstbudget.ch bietet die Berner Schuldenberatung ein Informationsangebot zu Budgetfragen – zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Damit auf dem Weg in die finanzielle Selbständigkeit das Budget nicht in Schieflage gerät, bietet www.firstbudget.ch nebst verschiedenen Budgetvorlagen und einer Anleitung zum Ausfüllen des eigenen Budgets wichtige Tipps und Informationen rund um die Themen Wohnung, Auto, Steuern, Krankenkasse u.v.m..

Die 16-jährige Lena und der 20-jährige Luca zeigen dabei exemplarisch, mit welchen Themen junge Menschen auf dem Weg in die finanzielle Selbständigkeit konfrontiert werden.


Veranstaltungen und Workshops auf Bestellung

«Mit Geld verantwortlich umgehen»

Während das eine Kind spart und sich freut, wenn sich das Kässeli füllt, scheinen beim anderen Kind die Wünsche stets Junge zu bekommen – kaum ist ein Wunsch erfüllt, steht schon der nächste an. Als Eltern fühlen wir uns sicher, wenn wir wissen, wie wir unseren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld näherbringen können.

In diesem Workshop erfahren Eltern, was Finanzkompetenz bedeutet und wie sie vom Kleinkindalter bis ins Teenageralter gefördert werden kann, welche Bedeutung dem Taschengeld zukommt und wie Jugendlichen geholfen werden kann, damit sie mit einem engen Budget über die Runde kommen.

 

«Chole im Griff»

Jugendliche erhalten die Möglichkeit, sich mit den Themen Umgang mit Geld, Bedürfnisse und Prioritäten, Lebenskosten sowie Konsum auf Pump auseinander zu setzen. Sie lernen die Bedeutung eines Budgets kennen und wie dieses aufgebaut ist. Sie erfahren, wie wichtig Ausgabenkontrolle und Rückstellungen sind, um den Überblick über die eigenen Finanzen nicht zu verlieren. Sie erfahren, wie das Geld eingeteilt werden kann, damit man auch bei knappem Budget über die Runden kommt.

 

Förderung der Finanzkompetenz bei Jugendlichen – ein Kursangebot für (Sozial)Pädagoginnen und (Sozial)Pädagogen

Immer wieder lesen wir über die Verschuldung von Jugendlichen oder wir kennen selber Jugendliche mit Schulden aus unserer Berufspraxis. Es scheint eine Tatsache zu sein, dass für viele Jugendliche der Umgang mit Geld heute schwierig ist.

Ursachen und soziale Folgen von Verschuldung bei Jugendlichen werden ebenso aufgezeigt wie der Zusammenhang von ökonomischen Kenntnissen und Überschuldungsgefahr. Die KursteilnehmerInnen setzen sich mit den Themen Budget und Schuldenfallen auseinander und lernen verschiedene Präventionsangebote für Kinder und Jugendliche kennen.

 

Jugend und Recht

Sprayereien, Handyrechnungen, überzogene Konten: der Kurs befasst sich mit der Frage, wann die Jugendlichen haftbar sind, wann sie alleine haftbar sind und wann die Eltern zur Verantwortung gezogen werden können. Es erfolgt weiter eine Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der KursteilnehmerInnen, die sie als Sozialtätige oder als betroffene Eltern gemacht haben.

 

Das Büro mit dem Inkasso

Jugendliche und junge Erwachsene machen heute nicht selten Bekanntschaft mit der Praxis von Inkassobüros. Die zusätzlich erhobenen Kosten verteuern eine offene Forderung so sehr, das bald einmal das Budget von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesprengt wird. Doch was ist wirklich geschuldet? Sozialtätige, Eltern und betroffene Jugendliche erfahren in diesem Workshop, welche Forderungen der Inkassobüros bezahlt werden müssen und wie sie sich gegen ungerechtfertigte Forderungen wehren können.


Weitere Informationen

Konzept für eine Überschuldungspräventionskampagne unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Berner Schuldenberatung

Hier: Bundesamt für Statistik: «Die Verschuldung bei jungen Erwachsenen. Ergänzende Analysen der Verschuldung bei jungen Erwachsenen», August 2012

In der Volkswirtschaft 1/2-2012 analysieren Caroline Henchoz und Boris Wernli die wirtschaftliche Situation junger Leute in der Schweiz erstmals repräsentativ statistisch. Sie vergleichen Haushalte, in denen die älteste Person maximal 25 Jahre alt ist, mit den übrigen Haushalten. Ihre Schlussfolgerungen: "Auch wenn die Jungen einen anderen Konsumstil - vor allem bezüglich der Restaurantbesuche und dem Autobesitz - pflegen, erweisen sie sich als ebenso fähig wie die ältere Bevölkerung, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen, und vermögen auch zu sparen. Nur wenige tätigen ihre Anschaffungen auf Kredit, und wenn, dann sind es in der Regel Berufstätige mit einem genügend hohen Einkommen, um die Rückzahlung leisten zu können." (S. 56)

Hier: Caroline Henchoz / Boris Wernli: «Ist die Jugendverschuldung in der Schweiz höher als jene der Erwachsenen?»